Qi Gong & Keramik-Workshop in Zürich
Den kreativen Fluss durch Körperbewusstsein und die Auseinandersetzung mit Materialien wiederbeleben
Dieser Frühlingsworkshop bietet einen strukturierten Rahmen, um die Wahrnehmung neu auszurichten, den kreativen Schwung wiederzufinden und durch die Kombination von daoistischem Qi Gong und der Erforschung keramischer Oberflächen wieder eine Verbindung zum Ton herzustellen.
Anstatt den Schwerpunkt auf die Produktion oder fertige Ergebnisse zu legen, schafft der Workshop die Voraussetzungen für eine sinnvolle kreative Erneuerung:
körperliche Verankerung, klare Aufmerksamkeit und eine tiefere Sensibilität für das Material.
Inspiriert von der saisonalen Dynamik der Erneuerung und des Wachstums bietet es eine ruhige und zugleich technisch gut ausgestattete Umgebung, um sich wieder dem kreativen Schaffen zu widmen.
Vorkenntnisse in Qi Gong oder Keramik sind nicht erforderlich.
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Tag 1 – Qi Gong zur kreativen Aktivierung
Der erste Tag ist dem daoistischen Qi Gong unter der Leitung von Birgit Buschmann gewidmet.
Qi Gong wird hier als eine auf Wahrnehmung und Physiologie ausgerichtete Praxis betrachtet, die die inneren Voraussetzungen für nachhaltiges kreatives Schaffen fördert.
Es dient nicht der Entspannung, sondern stellt Rhythmus, Koordination und Aufmerksamkeitsstabilität wieder her.
Die Teilnehmer befassen sich mit:
– Atemgeführte Bewegungsabläufe
– Prinzipien der Körperhaltung und Erdung
– Koordination von Bewegung und Wahrnehmung
– Lösen gewohnheitsmäßiger Verspannungsmuster
Bestimmte Übungen sind von daoistischen kosmologischen Bildern inspiriert, wie etwa der Dynamik des Großen Wagens, die hier eher als Hilfsmittel zur Wahrnehmungsorientierung denn als symbolische Glaubenssysteme dienen.
Diese vorbereitende Arbeit fördert das Wiedererlangen kreativer Klarheit durch körperliches Bewusstsein.
Tag 2 – Übungen zu keramischen Oberflächen & Materialkunde
Am zweiten Tag liegt der Schwerpunkt auf einer eingehenden Auseinandersetzung mit keramischen Oberflächen und der intuitiven Formfindung.
Im alltäglichen Atelieralltag wird die Oberflächenbearbeitung aufgrund des Produktionsrhythmus oft zu hastig angegangen. Dieser Workshop bietet die seltene Gelegenheit, einen Gang herunterzuschalten und sich ganz darauf einzulassen, wie Ton Gesten, Zeit und Absicht festhält.
Die Oberfläche wird zum Hauptuntersuchungsgebiet.
Die Teilnehmer durchlaufen Prozesse wie:
– Kurinuki-Schnitztechnik aus massivem Ton, bei der die Form durch Wegnehmen entsteht
– Kombination verschiedener Tonmassen zur Erzeugung natürlicher Schichtungen und visueller Tiefe
– Wechsel zwischen schnellen, gestischen Eingriffen und langsamerer, meditativer Oberflächengestaltung
– taktile Formgebung durch Kneifen, Pressen und Plattenformung
– Erforschung von Engoben, rohen Oberflächenbehandlungen und subtilen Materialkontrasten
Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, wie Gestik, Rhythmus und der Widerstand des Materials die Entstehung einer persönlichen Oberflächensprache prägen.
Die Oberflächengestaltung wird als natürliche Erweiterung der Form betrachtet – sie entsteht aus der aufmerksamen Auseinandersetzung mit dem Material und wird nicht erst nachträglich aufgebracht.
Diese gezielte Oberflächenforschung stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer eigenen keramischen Ausrichtung dar.
Durch die kontinuierliche Beschäftigung mit Ton entwickeln die Teilnehmer:
– neuer kreativer Schwung
– verfeinertes Gespür für Materialien
– Selbstvertrauen bei intuitiven und technischen Entscheidungen
– tieferes Verständnis für den sich entwickelnden persönlichen Stil
Die durch Qi Gong geschulte Wahrnehmungsklarheit fördert eine geerdetere und stimmigere Beziehung zur keramischen Praxis.
Ein kreativer Neustart zur Jahreszeit
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Töpferkursen dient dieser Workshop als intensive Gelegenheit zur Neuorientierung.
Dies ist besonders relevant für Personen, die:
– sich kreativ blockiert oder geistig überlastet fühlen
– das Körperbewusstsein wieder mit der kreativen Praxis verbinden möchten
– ihre Sensibilität für Oberflächen und Materialverhalten vertiefen möchten
– eine ruhige und dennoch technisch anspruchsvolle Atelierumgebung suchen
Anstatt festgelegte Ergebnisse zu vermitteln, fördert der Workshop die Wiederentdeckung kreativer Wege durch aufmerksames Eintauchen in Bewegung und Material.
Praktische Informationen
Termine
, 2.–3. Mai 2026
Samstag
09:30–12:00 Uhr
13:30–16:00 Uhr
Sonntag
09:30–12:30 Uhr
13:30–16:30 Uhr
Standort
Clay & Tao Ceramic Studio
Tramstrasse 53
8050 Zürich
Sprachen
-Qi-Gong: Deutsch
Keramik: Englisch oder Deutsch
Lehrer
Birgit Buschmann
Atemtherapeutin (IAC), TCM-Therapeutin und Qi-Gong-Lehrerin mit über 30 Jahren Erfahrung.
Alexandra Romy
Keramikdozentin und Gründerin von Clay & Tao, spezialisiert auf technische Keramikverfahren, Materialwahrnehmung und kreative Leitung.
Beitrag zum Workshop
Dieser Workshop entspricht 6 Leistungspunkten im Fach Keramik.
Zusätzliche Workshop-Gebühr: 210 CHF
→ Melden Sie sich für den Frühlingsworkshop an
Teil des „Clay & Tao“-Jahreszyklus
Dieser Workshop ist Teil des jährlichen Zyklus saisonaler Keramik-Intensivkurse von Clay & Tao, in denen die Beziehung zwischen Rhythmus, Wahrnehmung und materieller Transformation untersucht wird.
Teilnehmer, die ihre Tätigkeit fortsetzen möchten, können an regelmäßigen Keramikkursen oder weiteren saisonalen Workshops teilnehmen.